Güterumschlagsplatz
Der Güterumschlagsplatz ist ein Ort, wo die Güter ihr Transportmittel wechseln. Beispielsweise sind Flughäfen, Häfen und Orte bei der Bahn typische Gueterumschlagsplätze. In einem Hafen kann man Güter beispielsweise von einem LKW auf ein Schiff oder umgekehrt bzw. von einem Schiff zu einem anderen Schiff verladen werden. Das gleiche kann auch bei der Bahn bzw. auf einem Flughafen geschehen.
Zahlreiche Gewerbe- und Industriebetriebe schlagen sehr häufig im Jahr kleinere oder größere Mengen von Flüssigkeiten um, die das Wasser gefährden. Dies geschieht entweder bei der Umfüllung von Flüssigkeiten (z. B. wenn der Zisternenwagen einen Lagertank befüllt) oder bei dem Transport von Kleintanks oder Gebinden. Alle Betriebe, welche Wasser gefährdende Flüssigkeiten verwenden, selbst herstellen oder zahlreiche unterschiedliche Güter umschlagen, besitzen einen Güterumschlagsplatz.
Bei einem Umschlag besteht die Gefahr, dass aufgrund technischer Probleme bzw. Unachtsamkeit die umgeschlagenen Flüssigkeiten in ein Gewässer oder in die Kanalisation gelangen. Wenn man einen schützenden Hartbelag nicht verwendet, kann das Umschlagsgut auch in den jeweiligen Untergrund gelangen. Es sind stets die sog. Abwasser-Reinigungsanlagen, Bäche, Seen, Flüsse, das Grundwasser und die Böen, welche diese Verschmutzungen büßen müssen. Ferner sind die Reinigungs-, Aufräum- und Sanierungsarbeiten oftmals sehr kostspielig und aufwändig.
Es gibt verschiedene Maßnahmen, Güterumschlagsplätze abzusichern. Diese Absicherung von bestehenden Güterumschlagsplätzen hängt sowohl von der Wassergefährdungsklasse als auch der Größe der Abwasserreinigungsanlage und der Menge pro Umschlagsvorgang ab. Bei den Neubauten müssen die Güterumschlagsplätze grundsätzlich mit einem Dach versehen sein. Sollte dies nicht möglich sein, müssen folgende Vorschriften eingehalten werden: zum Einen müssen die Plätze möglichst minimal gehalten sein und das Rückhaltevolumen muss entsprechend angepasst werden. Zum Anderen muss die Entwässerung über die Sicherheitseinrichtungen (beispielsweise Schieber) an die Misch- bzw. Schmutzwasserkanalisation erfolgen.
