FEFO-Prinzip

Die Lagerhaltung bedeutet, dass der betriebliche Materialfluss gewollt unterbrochen wird, d. h. man lässt bewusst Bestände bilden. Dabei benötigt die Lagerhaltung ein Lager, das ein Raum, Areal oder Gebäude ist, in welchem Waren und Güter aufbewahrt werden. Dabei besitzt die Lagerhaltung verschiedene Funktionen: Ausgleichs-, Sicherungs-, Veredelungs-, Spekulations-, Größendegressions- und Umweltschutz-, Sortiments- bzw. Bereitstellungsfunktion.

Es gibt verschiedene Lagerverfahren bzw. - strategien. Neben dem FIFO-Prinzip (First In – First Out), welches die gängigste Strategie ist, gibt es das LIFO-Prinzip (Last In – First Out), das FEFO-Prinzip (First Expire – First Out), HIFO-Prinzip (Highest In – First Out) und LOFO-Prinzip (Lowest In – First Out).

Bei dem FEFO-Prinzip, d. h. First Expired – First Out, werden die Güter eingelagert und diese eingelagerten Waren werden nach dem jeweiligen frühestens vorhandenen Ablaufdatum des Produktes bzw. der Charge wieder ausgelagert. Vor allem der Lebensmittelhandel ist von diesem System betroffen. Beispielsweise gibt es ein Lebensmittel, das das Ablaufdatum 15.08.2009 besitzt und ein anderes Lebensmittel, welches das Ablaufdatum 20.08.2009 hat. Nach dem FEFO-Prinzip wird das Lebensmittel mit dem Ablaufdatum 15.08.2009 eher ausgelagert als das Lebensmittel, das das Ablaufdatum 20.08.2009 hat.

Ferner unterscheidet man auch nach unterschiedlichen Lagerarten. Zum einen gibt es die feste Lagerplatzzuordnung und zum Anderen gibt es die freie Lagerplatzzuordnung.