Auftragsdurchlaufzeiten
Die Auftragsabwicklung bezeichnet eine Zeitspanne zwischen der allerersten Materialentnahme bei der Fertigung und der Ablieferung des Produktes an das Absatzlager bzw. an den Auftraggeber. Dabei umfassen die Auftragsdurchlaufzeiten die Gesamtdauer für die Durchführung einer Aufgabe. In einer Organisation wäre dies die Summe aus Bearbeitungs-, Transport- und Liegezeit(en).
Die Bearbeitungszeiten werden als Zeiten definiert, in welchen Arbeiten zu der Herstellung des Gutes bzw. der Erstellung der Dienstleistungen erbracht werden. Die Transportzeiten umfassen die Zeiten, welche durch die Notwendigkeit eines Transports oder der (elektronischen) Übermittlung an einen weiteren Ort verstreicht, d. h. es ist die Zeit ab der Bereitstellung zu dem Transport bis zu dem Eintreffen an dem Bestimmungsort mit der Möglichkeit, für die weitere Bearbeitung einzugreifen. Ferner sind die Liegezeiten die Zeiten, welche verstreiche, ohne dass der Transport oder eine Bearbeitung stattfindet.
Dabei entstehen lange Durchlaufzeiten oft durch Liegezeiten, welche wiederum mit der zu der benötigten Zeit für die Bearbeitungskapazität, die zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden ist, zusammenhängen. Eine Optimierung der Durchlaufzeit ist ein typisches Problem der Geschäftsprozessoptimierung bzw. der Ablauforganisation.
Die Durchlaufzeit in dem engeren Sinn beruft sich nur auf die Zeit, die bei der Fertigung eines Gutes anfängt und bis zu dessen Ende läuft. Dabei hängt die Durchlaufzeit nicht nur von der Qualität der Ablaufplanung, sondern auch von dem Arbeitsvolumen und der Art des Fertigungsverfahrens ab. Ferner sind die Auftragsdurchlaufzeiten im weitesten Sinne die Zeiten, in welcher der Auftrag von der Einteilung bis zu der Fertigstellung die Firma durchläuft. In dem engeren Sinne ist es nur die Zeit, welche der Auftrag von dem Bearbeitungsbeginn bis zu dem -ende braucht. Diese Auftragsdurchlaufzeit setzt sich sowohl aus den Fertigungs-, als auch Transport- und Wartezeiten zusammen.
