Added-value-Services
Added-value-Services sind Service-Dienstleistungen, welche über die klassischen Service-Verträge bzw. das gewöhnliche reine Logistik-, Reparatur- und Wartungsgeschäft hinausgehen. Die klassischen Aufgaben eines Logistikdienstleisters sind zum Einen der Umschlag und zum Anderen der Transport und die Lagerhaltung von Waren. Das Maximieren der Termintreue bzw. des Liefergrads bei gleichzeitig niedrigen Logistikkosten gehören zu den wichtigsten Zielsetzungen. Diese Kernaufgaben wurden aufgrund der Entwicklungen in Handel und Industrie, der dynamischen Wettbewerbssituation und den Änderungen von den infrastrukturellen, politischen und technologischen Rahmenbedingungen beeinflusst, sodass diese Kernaufgaben stetig erweitert bzw. durch Zusatzaufgaben ergänzt wurden.
Zu den erweiterten Kernaufgaben gehören Aufgaben wie zum Beispiel Disposition, Transportbehältersteuerung, Verpackung, Auftragsabwicklung, Tracking & Tracing, Tourenoptimierung und -planung, das Entwickeln von Logistik-Software und deren Implementierung bzw. Planung. Leistungen wie beispielsweise Qualitätskontrolle, Etikettierung, IT-Integration, Preisauszeichnung, Entwicklung von SCM-Software, Kundendienst, Dokumentenverwaltung und Regalservice sind als Zusatzaufgaben definiert.
Die angebotenen Added-value-Services müssen nicht unbedingt traditionelle Logistikdienstleistungen sein. Es ist jedoch wichtig, dass diese Dienstleistungen in einem sachlichen Zusammenhang zu den logistischen Leistungsschwerpunkten stehen und somit auch das Leistungsangebot des Logistikdienstleisters erweitern.
Die geeigneten Mehrwertleistungen finden gleichzeitig zu den Logistikprozessen statt und sie werden oftmals an dem gleichen Ort ausgeführt. Dabei ist die Anzahl der möglichen Added-value-Services groß und neben den vorher genannten Zusatzaufgaben können diese Added-value-Services auch zum Beispiel Bestellannahmen durch das Call-Center, Montagearbeiten in einem Lager, Aktionen der Verkaufsförderung oder aber auch das Unterstützen von Versandvorbereitungen umfassen. Aufgrund der Gefahr von geringer Nachfrage sollte man von Leistungen bzw. Kernkompetenzen, durch welche sich ein Kunde Differenzierungen verspricht, Abstand nehmen.
